“Ausfallzeiten“ nicht zu kompensieren

Der TSV Birkenau 1b kann seine Leistungen einfach nicht stabilisieren. Das war die klare Erkenntnis nach der 29:23 (12:8) Niederlage im Keisligaderby beim SV Waldhof. Obwohl die Odenwälder um die Spielstärke des Gastgebers wußten und gut vorbereitet in die Partie gingen, waren alle Vorsätze bereits 10 Minuten nach Anpfiff wie weggeblasen. Es waren genau die angesprochenen perfekten Tempogegenstöße der Gastgeber, die eine frühzeitige Weichenstellung zugunsten der SVW auslösten.

Ganz eindeutig, das Team von Trainer Heinrich Mayer ist kaum mit dem vergangener Jahre zu vergleichen und zählt ohne Zweifel zum Kreis der potentiellen Meisterschaftsanwärter. Das entschuldigt jedoch in keinster Weise die pomadige Spielweise der Birkenauer, die zu diesem Zeitpunkt bereits mit 4:0 in Rückstand lagen. Mit dem frühen Time-Out und energischen Worten rüttelte TSV-Coach Örs Konrad seine Mannen richtig wach. Allerdings fand der SVW immer wieder die geeignete Antwort und führte zum Seitenwechsel mit 12:8.

Nach Wiederanpfiff des guten Schirigespanns Schmich/Eger (Hohensachsen/Viernheim) gefielen die Gastgeber mit sofortigem energischem Einsatz und dynamischer Spielweise. Birkenau wirkte trotz deutlicher Kabinenansprache analog zum Spielbeginn zunächst fast schon lethargisch. Beim zwischenzeitlichen 17:9 (39.) bzw. 21:11 (44.) mußte man um die junge TSV-Truppe fürchten.

Spät, viel zu spät, bewiesen die Gäste dann ihre eigentlichen Qualitäten und bäumten sich mächtig gegen das drohende Debakel auf. In dieser Phase bewies der junge A-Jugendliche Michael Knapp eiserne Nerven als sicherer 7m-Vollstrecker, 7 Mal (!) blieb er Sieger vom Punkt. Seine Mannschaft zeigte endlich ihr wahres Gesicht und den nötigen Kampfgeist und konnte zum 25:20 (52.) verkürzen. Allerdings geriet der letztendlich verdiente 29:23 Erfolg des SVW jedoch nie in Gefahr, die langen “Ausfallzeiten“ der Birkenauer erwiesen sich als entscheidende Hypothek.

TSV Birkenau 1b: Fritsche und Hebling im Tor, Teurer, Du. Hoffmann (2), Roth, Da. Hoffmann (1), Vierneisel (3), Herzog(2), Jebens (2), Hartkopp, Truschel (3), Knapp (8/7), Pauli (2).

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