Top-Spiel in St. Leon

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(msc) Gabriel Schmiedt war irgendwie froh, dass seine „Falken“ im vergangenen Heimspiel gegen den TV Knielingen gespielt haben. Der Grund: Die Spielweise der Knielinger ähnelt dem Auftreten der HSG St. Leon/Reilingen sehr. „St. Leon hat einen ähnlichen Willen wie Knielingen, wir müssen uns auf eine junge und willige Mannschaft einstellen, die niemals aufgibt“, vergleicht der Birkenauer Coach. Damit war das Spiel gegen den TVK bereits eine gute Vorbereitung für den nächsten Gegner. Beim 30:26-Erfolg hat das hervorragend funktioniert, doch der Übungsleiter des traditionsreichen TSV bremst die Euphorie etwas ein: „Wir brauchen die Konstanz im Vergleich zur vergangenen Woche über die gesamten 60 Minuten.“

Insgesamt ist das kommende Aufeinandertreffen für den TSV eine richtungsweisende Partie. Seit einer Woche stehen die „Falken“ nun auf Rang zwei, punktgleich mit der HSG aus St. Leon. Die SG Pforzheim/Eutingen II sitzt den beiden mit nur einem Zähler weniger unmittelbar im Nacken. Alle drei Teams haben somit noch beste Chancen auf den Relegationsplatz. „Wir spielen um Platz zwei“, weiß auch Schmiedt. Im Hinspiel gab es ein hochspannendes 27:27, beide Teams konnten mit der eigenen Leistung jeweils zufrieden sein. Wer am Sonntag, Spielbeginn ist 17 Uhr, also als Sieger vom Feld geht, der hat auch den direkten Vergleich gewonnen.

„Wir wollen unsere ordentliche Leistung bestätigen“, hat sich der Birkenauer Übungsleiter zum Ziel gesetzt. Die eigenen Fans können dabei eine bedeutende Rolle spielen: „Es ist nicht so weit weg, hoffentlich kommen ein paar unserer Zuschauer mit.“ Diese Unterstützung werden die Odenwälder brauchen, denn auch St. Leon hat eine bärenstarke Truppe formiert. Ähnlich wie in Birkenau ist auch hier das Team der Star – immerhin hatte dem Aufsteiger vor der Saison kaum jemand einen solchen Lauf bis in die erweiterte Tabellenspitze zugetraut.

„Ihre erste sechs ist sehr ordentlich“, lobt Schmiedt: „Die Mannschaft kommt offensiv mit viel Druck aufs Tor.“ Auch auf taktischem Gebiet sind die Hausherren eine echte Herausforderung, wie der Trainer weiß: „Sie haben eine sehr bewegliche und aggressive 3-2-1-Abwehr, auch deswegen haben sie sich schnell etabliert und Punkte geholt.“ Am ganz großen Wurf – dem Einzug in die Relegation – kann nun aber der TSV Birkenau etwas ändern. Ein Sieg am Sonntag wäre der erste Schritt dazu und würde zeitgleich zumindest einen Punkt Abstand auf Rang drei bedeuten – verliert Pforzheim II bei den zuletzt starken Hockenheimern, wäre der Abstand sogar zwei Zähler groß.

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