Birkenau besiegt auch Eggenstein

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(msc) Die angekündigten internen Neuzugänge Sebastian Brehm und Jan Fremr entpuppten sich zwar als Aprilscherz, doch auf dem Platz gaben die „Falken“ des TSV Birkenau Vollgas – und zeigte sich gegen kämpferisch starke Eggensteiner absolut humorlos. „Es war ein absolutes Kampfspiel“, betonte Kapitän Gerrit Fey, der neunfache Torschütze Jonas Böhm freute sich über den 30:28-Erfolg: „Ein toller Kampf, jeder ist für den anderen eingestanden und hat Gas gegeben.“ Genau darauf kommt es an, wenn man am Ende dem Saisonziel näher rücken will. „Ein kleines Stück ist uns das gelungen“, wusste auch Coach Gabriel Schmiedt, der neben dem Sieg seiner Mannschaft dabei auch das Unentschieden von Verfolger SG Pforzheim/Eutingen II im Blick hatte: „Aber das war keine großartige Entscheidung.“ Die Leistung seines Teams war dagegen sehr gut, herausheben konnte der Trainer entsprechend niemanden. Böhm wiegelte ebenfalls ab, lobte trotz seiner neun Treffer eher den Rest des Teams – insbesondere Abwehrchef Stefan Dietrich. „Er hat trotz der Verletzung in den letzten zehn Minuten super gebissen“, so Böhm zum geschwollenen Finger seines Mannschaftskollegen.

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Zunächst einmal startete der TSV Birkenau gut. Nach vier Minuten lagen die „Falken“ mit 4:1 vorn, doch die TG Eggenstein kam zurück. „Das waren gute erste 15 Minuten von uns“, bestätigte TSV-Trainer Schmiedt. Die TGE-Sieben hatte sich indes fest vorgenommen, Punkte aus der Langenberghalle zu entführen und bewies dies auch in den folgenden Minuten. Jonas Böhm sicherte seinem Team zwar noch das 9:5, Eggensteins Gerrit Kirsch hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt aber ebenfalls bereits drei Mal in die Torjägerliste eingetragen. „Warum wir das nicht weiter so gespielt haben, weiß ich nicht genau“, so Schmiedt, auch Böhm sind die schwachen Phasen der „Falken“ aufgefallen. „Zeitweise haben wir auch mal Blödsinn gespielt“, gab er offen zu, betonte aber: „Wir waren aber auch phasenweise echt gut.“ Zunächst kam es jedoch noch dicker für Birkenau. Binnen vier Minuten holten die Gäste auf, es stand plötzlich nur noch 9:10. Die Birkenauer wirkten dagegen völlig von der Rolle, trafen selbst bei besten Chancen nicht ins Tor. Bedanken konnten sie sich in dieser Phase bei ihrem Keeper Ruven Dietrich der seinen Kasten ebenfalls weitestgehend sauber hielt und seine „Falken“ so den kleinen Vorsprung bewahrte. „Da haben wir Eggenstein ein bisschen zurück ins Spiel geholfen“, war Schmiedt nicht zufrieden mit dieser Phase.

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Selbst eine Auszeit konnte den zwischenzeitlichen Sturmlauf der Gäste aus Eggenstein nicht mindern, statt des 11:9 gab es im Gegenzug sogar den Ausgleich. Bis zum Seitenwechsel bliebt die Partie hart umkämpft, es wurde hin und wieder auch undurchsichtig. „Wen wir von Anfang an das spielen, was wir uns vorgenommen haben, sieht das anders aus“, haderte Kapitän Gerrit Fey. Genau dieses Vorhaben war gegen eine mannschaftlich geschlossene, aggressive TGE-Truppe aber keine leichte Aufgabe. Nach der Pause ging Eggenstein dann sogar in Führung, auf der Gegenseite scheiterte Phillip Kinscherf. Doch ausbauen konnte die TGE das 16:15 nicht, denn auch Nils Heckmann, der im zweiten Abschnitt das Birkenauer Gehäuse hütete, parierte. Die Odenwälder holten sich die Führung zurück, davonziehen konnten sie aber nicht wirklich. „Immer wenn wir dann das dritte Tor nachlegen können, werfen wir zu unvorbereitet oder scheitern“, beschrieb Schmiedt. Entsprechend spannend blieb es bis in die Schlussphase – doch letztendlich behielt der TSV Birkenau die Oberhand und sicherte sich mit dem 30:28-Sieg zwei weitere wichtige Punkte. „Genau die zählen“, wusste Fey, Schmiedt ergänzte: „Es war eben der erwartet unangenehme Gegner – die Zähler haben wir aber.“

TSV Birkenau:
N. Heckmann, R. Dietrich; Höhne 7/2, Gutsche, Fey 6, Schmidt 1, Kinscherf 2, Baumann, Böhm 9/1, S. Dietrich 1, Platzer, L. Heckmann 1, Kleis 3.

TG Eggenstein:
Bastian, Schopper; M. Schmid 3, D. Kirsch 4/1, S. Schmid, Müller 1, Linz 2, Panitz, G. Kirsch 5/3, Edelmann 2, Wolters 3, Knössel 7, Barth, Hesselschwerdt 1.

Fotos: Mathias Brock

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