Pleite und Pech für die Falken

(msc) Vor Beginn der Runde machten die Heimspiele dem TSV Birkenau eigentlich Sorgen, doch das sieht nun anders aus. Stattdessen sind es nun Partien in der Fremde, die den Falken zu schaffen machen.

Während es trotz des Umzugs in die Hermann-Sattler-Halle drei Siege in drei Spielen gab, mussten die Odenwälder im dritten Auswärtsspiel in Stutensee-Weingarten erneut eine Niederlage einstecken. Nach der Auftakt-Pleite gegen Oftersheim/Schwetzingen II und der zwar spielerisch guten, dann aber doch abgebrochenen Begegnung mit der HSG St. Leon/Reilingen unterlag der TSV in Weingarten mit einer gehörigen Portion Pech mit 27:22. „Ich wollte es zwar nicht zulassen, aber die fünf Angeschlagenen haben sich bemerkbar gemacht“, erklärte sich TSV-Trainer Gabriel Schmiedt die Schlappe: „Das hat dann einfach einen Bruch gegeben.“

Bereits die erste Hälfte hatte es in sich. In einem offenen Schlagabtausch behielten zunächst die Hausherren aus Stutensee die Oberhand. Bereits nach neun Minuten lag der TSV mit drei Toren zurück, die richtige Antwort auf den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte dafür, dass die Falken sich auch kurz vor der Pause einem Drei-Tore-Defizit entgegengestellt sahen. Doch der sichere Rückhalt Ruven Dietrich ließ sich nicht beirren und bewahrte sein Team mit einer Glanzparade vor einem noch größeren Rückstand. Als Gerrit Fey nach einer Strafzeit wieder auf der Platte war traf er zum 9:11, nach einer Auszeit der Gastgeber erzielte Sascha Höhne den 10:11-Anschluss.

Es blieb auch im zweiten Abschnitt ein erbitterter Kampf, doch nun waren auch die Birkenauer endlich voll und ganz im Spiel angekommen. Nach dem 11:13 der SG drehten Jonas Böhm, Sascha Höhne und Manuel Kümpel das Spiel – 14:13 für die Südhessen. Nach dem erneuten Ausglich erzielte Kreisläufer Stefan Dietrich die 15:14-Führung, dann kam es allerdings knüppelhart für die Odenwälder. Böhm erhielt die Rote Karte und musste nach 39 Minuten aus dem Spiel. „Jonas war eigentlich gut in der Partie, hat gute Würfe gezeigt. Dann hatte er aber zwei Fehlwürfe“, erzählt Schmiedt: „Solche Roten Karten wie diese müssen wir dann in Zukunft einstellen, da haben wir uns aber auch als Team unter Druck setzen lassen.“

In Unterzahl startete Stutensee einen 5:0-Lauf, der die Birkenauer erneut mit dem Rücken zur Wand stellte. Doch damit noch nicht genug: Zu allem Übel verletzte sich noch Abwehrrecke Matthias Conrad, konnte nicht mehr weiter spielen. Trainer Schmiedt nahm eine eine Auszeit, um sein Team neu zu koordinieren, doch es lief einfach nicht. Justus Bieberstein und Andree Ockert legten zum 21:15 für Stutensee nach, das Unheil für die Falken nahm seinen Lauf. „Matze war angeschlagen, dann ist ein Gegenspieler in ihn hereingelaufen nach einer guten Abwehraktion. Da habe ich ihn rausgetan“, so der Falken-Coach: „Jannik Schneider wollte ich eigentlich noch schonen, aber er musste dann rein – und hat sich am Ende dann auch den Knöchel gehalten.“ Spielmacher Gerrit Fey saß ebenfalls über eine Halbzeit lang auf der Bank.

Sechs Minuten vor Spielende wurde es dann nach und nach auch den Optimisten im TSV-Lager klar: Auswärts würde es nun die nächste Niederlage geben. Mit 16:25 in Rückstand und zusätzlich ohne Abwehrchef Matthias Conrad und den des Feldes verwiesenen Jonas Böhm – das Schicksal war besiegelt. Unter dem Strich setzte sich Stutensee-Weingarten mit 27:22 durch. „Sie waren hinten gut und kompakt gestanden“, lobt auch Schmiedt den Gegner. Für ihn selbst geht nun der Blick in die nächste Woche – mit leichten Sorgenfalten. „Ich weiß jetzt noch nicht, wie die nächste Woche aussieht“, so Schmiedt: „Wir haben uns durch die zweite Halbzeit durchgequält – hätten wir noch eine spielen müssen, hätten wir keine Spieler mehr gehabt.“

SG Stutensee-Weingarten: Boudgoust, Helfenbein; Albat 1, Waltert 3, Dozic, Ockert 6/1, P. Gramm, Winter 3, Bieberstein 1, Senn 6, S. Gramm, Lengert 1/1, Morlock 2/1, Mügendt 4.

TSV Birkenau:
R. Dietrich, Fremr; Höhne 5, Gutsche, Fey 1, Kümpel 3, Kinscherf 2, Böhm 4, Zehrbach 2, Helbig 3/1, Schneider, S. Dietrich 2, Conrad.

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