Derby von vielen Stimmungsschwankungen geprägt

Am Ende wurde das Glück erzwungen. Treffender kann man den knappen 29:27 (17:14) Erfolg des TSV Birkenau 1b im Kreisligaderby gegen den TV Hemsbach wohl nicht umschreiben. Beim 27:27 Gleichstand gut 70 Sekunden vor dem Abpfiff war es der Kampfgeist der TSV-Abwehr und die Nervenstärke des besten Angreifers, Max Pauli, die dieses spielerisch selten überzeugende Duell praktisch auf der Zielgeraden entschieden.

Dazu bleibt anzumerken, daß beide Trainer auf wichtige Akteure verzichten mußten. Diesen Umstand kompensierte das verjüngte Team von TVH-Coach Eppelmann von Anpfiff an mit dynamischem und aggressivem Angriffsspiel , mit dem die Defensive der Gastgeber bis auf die letzten Minuten des ersten Abschnitts erhebliche Probleme hatte.

Das war auch die einfache Erklärung dafür, daß die Birkenauer nach zähem Spielbeginn bei eigener 9:6 (16.) bzw. 13:10 Führung (22.) zwar optische Vorteile besaßen, jedoch zu viele Gegentreffer kassierten. Die Hemsbacher blieben so auch beim 14:13 (25.) auf Tuchfühlung. Was eine klare Zuordnung bedeutete, wurde dann bis zum Seitenwechsel sichtbar. Dem Tabellenzweiten unterliefen einige leichtfertige Ballverluste, bei der 17:14 Führung wähnten sich die Odenwälder endgültig auf dem richtigen Weg.

Die ersten 10 Minuten nach Wiederbeginn waren sympthomatisch für die einzige Konstante fast während der gesamten Saison – fehlende Konstanz über die volle Spielzeit. Nach der 19:15 Führung (34.) verlor das junge TSV-Team urplötzlich den Faden, leistete sich leichtfertige Fehler und geriet mit 19:21 (41.) in Rückstand.

Ab dato hatten die Odenwälder ihre Schwächephase überwunden, nun prägten zusätzlich viele “Nickeligkeiten“ dieses Spiel. Die Bergsträßer behaupteten ihrerseits fortan fast ständig eine knappe Führung. Als ihr Bester, Jochen Weber, infolge der dritten Zeitstrafe beim 24:24 (51.) vom Feld mußte, war das die Initialzündung für die TSV-Mannen. Keeper Timo Fritsche entschärfte einen erneuten 7m-Strafwurf, nun stimmte auch die kämpferische Komponente.

Das war nach der 28:27 Führung auch der Schlüssel zum Erfolg. Dieser war endgültig gesichert, als Daniel Herzog wenige Sekunden vor dem Abpfiff nur mit unfairen Mitteln gebremst werden konnte. Pauli übernahm die Verantwortung beim fälligen Strafwurf und sorgte mit seinem achten Treffer für die endgültige Entscheidung.

TSV Birkenau: Hebling (1.-30.), Fritsche (ab 30.) im Tor, Roth (7/3), Du. Hoffmann (3/1), Truschel (1), Hartkopp, Vierneisel (3), Herzog (2), Teurer (3), Jebens (2), Pauli (8/1).
TV Hemsbach: Mittelberger und Wolff im Tor, Lammer (2), Backues, Palm (6), Kümpel (2), Scheidel (6/3), M. Heide (5/2), Weber (6), A. Heide.

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