Mangelhafter Auftritt im letzten Heimspiel

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Im letzten Heimspiel dieser Saison unterlagen die Birkenauer Oberliga-Handballer gegen die TuS Helmlingen vor stattlicher Kulisse mit 37:38 (17:19). Bevor das Spiel angepfiffen wurde, gab es mit Trainer Tonci Peribonio und Außenspieler Simon Spilger zwei Personen zu verabschieden. Während Peribonio in der nächsten Runde bei den Damen der HSG Mannheim als Trainer aktiv sein wird, verschlägt es das Birkenauer Eigengewächs Spilger, der sich in der zurückliegenden Zeit zum absoluten Goalgetter mauserte, zum Regonalligisten SG Leutershausen.

Nach den ersten 8 Spielminuten konnte der Eindruck gewonnen werden, dass dies ein gelungenes letztes Heimspiel für den TSV werden würde. 7:3 lag Birkenau zu diesem Zeitpunkt vorne und noch sah nichts danach aus, dass die Mannschaft, die den Klassenerhalt bereits in der Tasche hat, gegen den Absteiger verlieren könnte. Ideal aufgelegt von Simon Spilger netzte Rückraumspieler Rudolf Varak per Kempa zum 8:4 ein, der Abstand war noch immer konstant. Weiterhin aber leisteten sich die Gastgeber einige Ballverluste und bekamen weder Rückraumspieler Szentgyörgyi noch Kreisläufer Urban unter Kontrolle. „Die Abwehrleistung war heute wieder katastrophal“, brachte es Birkenaus sportlicher Leiter Markus Walter auf den Punkt. Drei Mal trat Urban zum Strafwurf an und war dabei jedes Mal erfolgreich.

Nach dem 9:9 (15.) war es Simon Spilger, der nach einer Parade von Fischer zum Tempogegenstoß startete und bereits seinen vierten Treffer erzielte. Birkenau profitierte nun von einigen Ballgewinnen und erzielte einige einfache Tore und hatte den ursprünglichen Vorsprung beim 16:12 wieder hergestellt. Weiterhin bestimmten aber wieder Fehlwürfe das Spiel der Gastgeber. Die Abwehr erwies sich wie bereits in den letzten Spielen als absolutes Manko, sodass Helmlingen die letzten 7 Minuten des ersten Durchgangs Tor um Tor erzielte und sich mit der 19:17-Führung in die Kabinen begab.

Der Anfang der zweiten Halbzeit gehört wiederum den Gästen, die zwei Tore Vorsprung verwalteten sie zunächst sicher. Beim Stand von 24:26 (43.) war die Zeit für Simon Spilger gekommen. Die nächsten 6 der 7 Treffer seines Teams erzielte allesamt er. Ob vom Siebenmeterpunkt, per Tempogegenstoß oder mit sehenswerten Würfen von der Außenposition – er hielt seine Mannschaft im Spiel. Bei den Gästen war es aber weiterhin der Ungar Szentgyörgyi, der der Birkenauer Defensive arge Probleme bereitete. Nach dem 31:31 (50.) zog Helmlingen mit 3 Toren davon, aber Birkenau schaffte es noch zwei Mal durch Gerrit Fey und Rudolf Varak auszugleichen.

Ausgerechnet Simon Spilger, der in diesem Spiel bis dato keinen Fehlwurf hatte, vergab 2 Minuten vor Schluss einen Strafwurf, die Möglichkeit, noch einmal auszugleichen. Noch ein Fehlwurf auf TSV-Seite sowie beiderseits ein Treffer besiegelten die knappe Heimniederlage der Birkenauer. In Sachen Personalplanung gibt es im TSV-Lager aber positives zu vermelden. „Unser Kader bleibt mit Ausnahme von Simon Spilger auch im nächsten Jahr so bestehen“, ließ Markus Walter nach Spielende verlauten.

TSV Birkenau: Fischer, Denger; Höhne, Fey 5, Spilger 13/6, Fremr 3, Varak 6, Schmitt, Jost 5, Böhm 1, Widmann 2, Lanci 2, Knapp

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