Hohe Fehlerquote nicht zu kompensieren

Die A-Jugend hat sich erst einmal aus der Spitzengruppe der Badenliga verabschiedet. Eine Woche nach der schmerzhaften Niederlage gegen Nußloch konnten die Birkenauer ihren erneuten Heimvorteil nicht nutzen und unterlagen Post Südstadt Karlsruhe mit 27:29 (12:15).

Analysiert man diese Partie, bleibt festzustellen, dass die TSV-Mannen bereits nach zehn Minuten und dem 3:3 Remis früh den Faden verloren. Warum vor allem die Zuordnung in der Defensive mehr und mehr flöten ging, war schwer erklärbar und zugleich Initialzündung für die Karlsruher, die dem Spiel fortan ihren Stempel aufdrückten. Die Gastgeber verzeichneten zwar einige Pfosten bzw. Lattentreffer, das konnte jedoch nicht über die mangelnde Laufbereitschaft und das schlechte Rückzugverhalten hinweg täuschen. Die Badener agierten wesentlich abgeklärter, nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und führten zum Seitenwechsel mit 12:15.

Wer nach Wiederbeginn auf einen Motivationsschub der TSV-Jungs gehofft hatte, musste seine Erwartungshaltung umgehend korrigieren. Die Gäste diktierten das Spielgeschehen und zogen auf 17:22 (43.) davon. Die Umstellung der 6:0 Abwehr auf 5:1 Version schien dann neue Kräfte freizusetzen. Anders war der 22:23 Anschlußtreffer (48.) des besten TSV-Angreifers, Paul Kreis , nicht zu werten. Warum die Odenwälder in der Folge erneut in ihr altes Strickmuster verfielen und vor allem individuelle Fehler für die 25:29 Führung (58.) der Gäste verantwortlich zeigten, passte zum enttäuschenden Gesamteindruck. Am Ende  war die 27:29 Niederlage auch eine Frage der mangelnden Einstellung. Die Gastgeber müssen nun möglichst schnell wieder in die Spur finden, sonst wird der Kontakt zur Spitzengruppe kaum zu halten sein.

TSV Birkenau:
Sebastian Stamm und  Christian Armbrust; Jakob Tesarz, Marco Appenroth, Daniel Stempfle (3), Paul Kreis (7), Jann Hohl, Felix Fath (5), FritzFröhlich (6/2), Lukas Weisbrod, Marvin Brock (4),  Marius Ott (2).

Bilder: Mathias Brock

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