Nur in eine Richtung

Es war ein Statement! Die Badenliga-Handballer des TSV Birkenau haben ihr nächstes Heimspiel gegen die TSG Wiesloch mit 30:20 gewonnen und damit ein deutliches Signal an die ganze Liga gesendet. Die Falken machen Druck, die Falken spielen mit Tempo, die Falken gewinnen ein Spiel nach dem anderen. Weil zudem die Verfolger aus Knielingen und Heddesheim patzten, kann man durchaus von einem perfekten Spieltag sprechen – es war der sechste Falken-Sieg in Folge, die Serie geht weiter.

„Wir haben schnell zu unserem Spiel gefunden“, sagte Stefan Dietrich. Er ist einer der Führungsspieler der Falken und trotzdem weiß er, dass sein Team nur im Verbund erfolgreich sein kann: „Das war eine absolute Mannschaftsleistung, bei der die Einstellung gestimmt hat.“ Schließlich hatte man sich vor der Begegnung in der Langenberg Sporthalle vorgenommen, eine weitere Serie fortführen zu wollen. Denn trotz fortgeschrittener Saisondauer ist Birkenau zuhause noch ungeschlagen – es blieb auch am Samstagabend so.

Die Gäste aus Wiesloch, die bisher eine Saison mit Höhen und Tiefen spielen, hielten in der Anfangsviertelstunde gut mit, die Falken führten zwar mit 10:8, die Begegnung war aber offen. „Das war noch ein kleines Abtasten“, so Dietrich. Danach legten er und seine Kollegen aber los wie die Feuerwehr – ein 6:0-Lauf innerhalb von acht Minuten entschied nicht nur das Spiel früh, sondern demonstrierte auch die Stärke des Tabellenführers: eine kompakte Defensive, blitzschnelle Gegenstöße und ein glänzend aufgelegter Erik Fremr im Tor. Co-Kapitän Dietrich war es dann selbst, der noch vor dem Seitenwechsel zum 16:8 (24.) traf – für die Wieslocher sollte dieser Rückstand nichtmehr aufzuholen sein. Dietrich: „Riesen Kompliment auch an Niklas Zehrbach, der Matze Conrad vertreten hat. Wir waren mit den Gedanken bei ihm und widmen Matze auch diesen Sieg.“ Abwehrriese-Conrad war aus privaten Gründen nicht dabei.

Doch es lief weiter gut, eben weil die Falken große Lust auf Handball hatten. „Ich möchte niemanden herausheben, weil wir von Anfang an auf jeder Position hochkonzentriert waren“, sagte Spielertrainer Sascha Höhne. Auch er konnte weiterhin zufrieden sein: „Wir haben eine gute Abwehr gestellt und konnten dadurch sehr gut in unser Tempospiel kommen“, sagte Höhne, der bei seiner Einschätzung vom heranstürmenden Gerrit Fey unterbrochen wurde. Der Kapitän hatte etwas auf dem Herzen: „Was Sascha im Moment sowohl im Training als auch taktisch auf dem Spielfeld bringt, ist einfach gut, das würde sich niemand anderes trauen. Er hat die Spielsysteme verteilt, die Leute individuell eingesetzt – und fast jeder, der gespielt hat, hat auch ein Tor gemacht. Das kann man ihm gegen Wiesloch hoch anrechnen.“

So führte man zeitweise sogar mit 13 Toren Differenz, lediglich, weil in den letzten fünf Minuten kein Treffer mehr gelang, stand am Ende ein 30:20-Heimsieg. Es war mehr als zufriedenstellend. Höhne zog sein Fazit: „Der Wille war da, ich bin sehr zufrieden, alles tip-top.“

TSV Birkenau:
Fremr, Walter; Kinscherf (7), Spilger, Barrientos, Brock, Dietrich (4), Gutsche (3), Fey (3), Zehrbach (1), Böhm (1), Platzer, Spindler (1), Kleis (10/4). 

Bild: Mathias Brock

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