Näher zusammenrücken

Die Falken dürfen feiern und bleiben dennoch für zunächst unbestimmte Zeit am Boden. Die Badenliga-Handballer des TSV Birkenau, die bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie die Spielklasse dominiert hatten, steigen bekanntlich aufgrund des vorzeigen Abbruchs eine Klasse auf und spielen in der kommenden Handball-Saison in der Baden-Württemberg Oberliga. Und dennoch: Der Wegfall der übrigen Heimspiele trifft sie – wie alle anderen Vereine – extrem hart.

„Die aktuelle Situation ist natürlich sehr, sehr schwierig“, sagt Florian Amend. Gemeinsam mit Rouven Dietrich ist er bei den Falken seit kurzem für die Sponsoren zuständig. Amend weiß, dass man diese Krise nur überstehen kann, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Er sagt: „Durch die Spiele in der Langenberg Sporthalle haben wir sonst natürlich wichtige Einnahmen generiert – wenn diese jetzt wegfallen, wird es eng.“ Bisher hatte man nach 20 Badenliga-Begegnungen stolze 29 Punkte gesammelt, mit attraktivem, schnellen Handball begeistert und die Tabelle verdientermaßen angeführt. Es lief bei der Mannschaft von Spielertrainer Sascha Höhne, der herbeigesehnte Aufstieg ist verdient – doch das ist Vergangenheit, die Langenberg Sporthalle steht aktuell leer. 

Amend appelliert daran, allen Sponsoren, die die Falken seit Jahren zuverlässig unterstützen, tatkräftig unter die Arme zu greifen und sich mit ihnen zu solidarisieren. Er sagt: „Die Folgen für die ganzen Unternehmen sind noch gar nicht abzusehen, deswegen müssen wir sie jetzt unterstützen, bei ihnen einkaufen und damit etwas zurückgeben.“ Gerade jetzt, wenn man zukünftig in einer anderen Liga spielt und noch nicht genau weiß, welche wirtschaftlichen Herausforderungen auf die Falken warten. Amend ergänzt: „Wir werden in den kommenden Wochen jeden einzelnen Sponsor kontaktieren, uns bei ihm vorstellen und über die aktuelle Situation reden. Es müssen alle näher zusammenrücken.“

Alle – damit sind Spieler, Trainer, Mitglieder, Zuschauer und auch Sponsoren gemeint. Amend: „Vielleicht sollten wir alle lokaler einkaufen gehen und den Bäcker oder Metzger aus dem Ort unterstützen. Das wäre eine schöne Entwicklung.“ 

Schließlich gilt aktuell mehr denn je: nur wenn alle zusammenarbeiten, können auch die Falken hoffentlich bald wieder abheben – dann sogar in der Baden-Württemberg Oberliga.

Foto: Simon Hofmann

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