Ein Duo ohne Druck

Neue Liga, neues Gesicht. Die Handballer des TSV Birkenau verstärken sich auf der Trainerposition und freuen sich mit Holger Schwab einen alten Bekannten bei den Falken begrüßen zu dürfen. Gemeinsam mit Sascha Höhne, der die Mannschaft zuletzt erfolgreich als Spielertrainer zur Badenliga-Meisterschaft gecoacht hatte, wird er ab der kommenden Saison ein Duo an der Seitenlinie bilden. Ramon Garrido wird zudem als Torwart-Trainer fungieren. 

„Natürlich freue ich mich extrem, zu den Falken zurückkehren zu können“, sagt Schwab: „Der Kontakt ist nie abgerissen, es gibt für mich aktuell nichts Schöneres, als diese spannende Aufgabe in meiner Heimat.“ Der Familienvater spielte in der Jugend selbst in Birkenau, bevor er im Herrenbereich für Malsch in der damaligen Regionalliga auf Torejagd ging. Weil ihn aber schon in jungen Jahren zwei Kreuzbandrisse außer Gefecht setzten, wechselte er die Seiten: Nach langjährigen Trainer-Engagements in Bammental und Wiesloch folgte der Job als Geschäftsführer der SG Nußloch – zuletzt coachte Schwab die weibliche C-Jugend der Kurpfalz Bären aus Ketsch. 

„Man kann sich das kaum vorstellen, aber das war eine der aufregendsten Aufgaben meiner bisherigen Laufbahn“, so Schwab. Er habe fast ausschließlich mit hochtalentierten, ehrgeizigen und motivierten Auswahlspielerinnen gearbeitet: „Da konnte man fast wöchentlich einen Leistungsfortschritt erkennen. Das war schon hohes Niveau.“

Und dennoch, die Entwicklung, die die Falken in den vergangenen Spielzeiten genommen haben, ist Schwab nicht entgangen. Auch wenn er in Bammental wohnt, hat er es zuletzt immer wieder geschafft, mehrere Spiele des TSV Birkenau in der Halle zu verfolgen. Er ist bestens informiert. „Birkenau hat in den vergangenen Jahren wirklich einen guten Ball gespielt“, sagt Schwab. Man sei mit Abstand das beste Team der Badenliga gewesen und habe sich diesen Aufstieg definitiv mehr als verdient. 

Dass der Klassenerhalt in der Baden-Württemberg Oberliga eine brutal schwierige Aufgabe wird, sind sich Schwab und Höhne einig. „Ich habe großen Respekt, aber keine Angst“, sagt Schwab. Und Höhne, der seine Karriere als Spieler nun endgültig beendet hat und sich auf die Arbeit als Trainer konzentrieren möchte, ergänzt: „Wir wissen aber, dass wir keinen Druck haben und für die anderen Teams noch unbekannt sind. Das kann ein entscheidender Vorteil sein.“ 

Man hofft also, für die eine oder andere Überraschung sorgen zu können.

Fotos: Simon Hofmann

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