Einbruch in der zweiten Halbzeit

Im vorletzten Heimspiel des Jahres hatten die Birkenauer Falken mit dem TV Bittenfeld einen Titelfavoriten zu Gast.  Die Stuttgarter Vorstädter – aus denen der TBV Stuttgart hervorging – sind ähnlich wie Kronau/ Östringen bei den Rhein Neckar Löwen der Unterbau der Bundesliga Mannschaft. Seine Heimspiele trägt der TVB in der Porsche Arena aus, mehrere Spieler trainieren mit den Profis mit. 

Die „Falken“ standen vor der Partie mit 8:10 Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz und übertrafen bis dato die im Vorfeld erhofften Erwartungen. Ein gutes Spiel hätte, unabhängig vom Ausgang des noch ausstehenden Nachhol-Heimspiel gegen Baden-Baden eine gute Vorrunde untermauert. Trainer Holger Schwab hatte seine Mannschaft auch wie gewohnt auf den Gegner vorbereitet. Dies funktionierte 28 Minuten langhervorragend, die 14:12 Führung war Ausdruck einer bis dato starken Mannschaftsleistung. Was danach passierte, war nicht nur für die 100 zugelassenen Zuschauer schwer zu erklären. Zweifelhafte Schrittfehler Entscheidungen der beiden Unparteiischen (Zitat Holger Schwab) ermöglichten den Gästen zunächst den Ausgleich bis zur Pause (14:14). Danach dauerte es genau 4 Minuten und 53 Sekunden bis aus diesem Unentschieden eine 14:18 Führung für die Gäste wurde von dem sich Stefan Dietrich und Co. nicht mehr erholen sollten.

Trainer Jörg Ebermann vom TVB begründete den Lauf seiner Truppe in der zweiten Hälfte mit einer besseren Abwehrleistung, die sich dann unter anderem auf die TSV Variante des 7. Feldspielers eingestellt hatte. Eine offensivere Deckung der Gäste provozierte dann ettliche technische Fehler, das Schicksal nahm seinen Lauf, bereits in der 46. Minute war das Spiel beim Stand von 18:26 bereits entschieden. Holger Schwab holte sich in der 52. Minute noch eine zwei Minuten Strafe wegen seiner Schiedsrichter Kritik ab, er war mit deren Leistung nicht zufrieden. „Die aus meiner Sicht getroffenen Fehlentscheidungen vor und nach der Halbzeit waren dafür verantwortlich, dass wir in Rückstand geraten sind. Diese Niederlage schmerzt, zumal auch in Anbetracht der ersten Hälfte viel mehr möglich gewesen wäre“ so Schwab nach dem Spiel. 

Da die TSV Routiniers Jonas Böhm und Simon Kuch im Angriff auf zusammen gerade mal 2 Treffer kamen, gab Schwab seinen „Nachwuchsspieler“ mehr Spielanteile. Doch auch die konnten den Lauf der Gäste in der zweiten Hälfte nicht stoppen, am Ende stand mit 8:22 Toren eine bittere Bilanz der zweiten 30 Minuten. Erfolgreichster Torschütze war einmal mehr Kreisläufer Simon Schwarz, der nun auch in der Gesamtstatistik Birkenaus bester Feldtorschütze ist. Nun wird das kommende Auswärtsspiel beim Tabellen Letzten in Schmieden am kommenden Wochenende zu einem wichtigen Spiel im Kampf um die Nichtabstiegsplätze. 

TSV Birkenau: Fremr und Heckmann (30. – 43. Minute) im Tor, Keil, Büttel (4), Spilger (3/1), Neuner, Clemens, Kuch (1), Böhm (1), Dietrich, Zehrbach, Weis (4), Brock, Hirsch, Schwarz (7), Bolkart (2).

Bild: Mathias Brock

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