Mut-und kraftlos dem Schicksal ergeben

Was war bloß mit der B-Jugend los? Das fragten sich nicht wenige der zahlreichen Zuschauer in der Hermann Sattler-Halle, die gerade eine hohe 20:28 (9:13) Heimniederlage ihrer Mannschaft im Spitzenspiel der Badenliga gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen mitverfolgt hatten. Es war nicht die Niederlage selbst – eine solche muss man immer einkalkulieren – sondern vielmehr die Art und Weise, wie mutlos sich die TSV-Jungs vor allem im zweiten Abschnitt präsentierten. Ausklammern von dieser Kritik muss man Torwart Sebastian Stamm, der kaum Unterstützung von seiner Defensive erhielt. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da sahen sich die Gastgeber nach mäßigem Beginn bereits mit dem 3:6 Rückstand konfrontiert. Schon da war zu erkennen, dass die Gäste mit einer ganz anderen “ Körpersprache “ agierten und nach weiteren Toren ihres starken Allrounders Barthelmeß sowie des wurfgewaltigen Distanzschützen Krämer auch beim 8:12 (19.) die Partie kontrollierten. Die Birkenauer produzierten unerklärliche technische Fehler, hinzu blieben glasklare Torchancen ungenutzt oder wurden Beute vom guten HG- Keeper Maximilian Herb. Der 9:13 Rückstand zum Seitenwechsel ließ trotz allem zumindest Hoffnungen auf eine Trendwende. Diese waren spätestens erloschen, als die Odenwälder nach Wiederbeginn binnen kurzer Zeit mit 12:22 (36.) in deutlichen Rückstand gerieten und dabei jegliche Richtung verloren. Die hohe Anzahl individueller Fehler und die katastrophale Chancenverwertung zogen sich wie ein roter Faden durch den überwiegenden Teil dieser Partie und waren ausschlaggebend dafür, dass die TSV-Jungs bei der letztendlich deutlichen 20:28 Heimniederlage weit unter ihren zweifelsohne vorhandenen Möglichkeiten blieben. Abarbeiten und die richtigen Schlüsse ziehen, so muss jetzt das Credo lauten. Dann sind im weiteren Saisonverlauf noch einige Korrekturen möglich.

TSV Birkenau: Sebastian Stamm im Tor, Niclas Jöst (1), Kevin Suschlik (4),Lukas Gutsche (3/2), Paul Kreis (3), Marius Ott ,Jan-Niklas Weis (1), Lukas Weisbrod (2), Marvin Brock (3), Nico Bausch, Michel Spilger (2), Felix Fath (1).

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