Birkenau beweist ungebrochene Moral

Der knappe 28:29 (13:12) Auswärtserfolg von Kreisligist TSV Birkenau 1b beim “Angstgegner“ TV Brühl wird sicherlich länger haften bleiben. Zum einen, weil die Birkenauer ein fast verlorenes Spiel in den letzten Sekunden zu ihren Gunsten drehten, zum anderen, weil das überforderte Schirigespann nach dem gelungenen 2:5 Auftakt (10.) der Gäste mit haarsträubenden Entscheidungen regelrecht den Spielfluß auf beiden Seiten im Keim erstickte.

In der kampfbetonten, aber jederzeit fairen Partie verteilten sie nicht weniger als 16 Zeitstrafen (!). Das hatte zur Folge, daß die Gäste mehr und mehr ihre spielerische Überlegenheit verloren. Der Gastgeber befand sich spätestens nach dem 8:8 Ausgleich (18.) auf Augenhöhe, fortan bestimmten vermehrt kämpferische Tugenden dieses Spiel. Zum Seitenwechsel führten die Mannheimer knapp mit 13:12.

Die Begegnung war auch nach Wiederbeginn von Fehlentscheidungen auf beiden Seiten geprägt, lebte von daraus resultierenden Emotionen und verlief spannend. Hinzu blieb allerdings selbstkritisch anzumerken, daß die TSV-Angreifer mindestens 10 sogenannte “glasklare“ Möglichkeiten (u.a. 4 Strafwürfe) nicht verwerten konnten oder am guten Brühler Keeper scheiterten.

Ferner wirkte der Innenblock der Odenwälder vor allem bei Kreisanspielen alles andere als sattelfest, was die Mannheimer nach dem 18:18 Ausgleich (44.) geschickt nutzten, um sich auf 24:20 abzusetzen. In dieser Phase sorgte die Umstellung auf eine 4:2 Abwehrformation dafür, daß die Gäste zum erneuten 24:24 Ausgleich (54.) gelangten und sich die Dinge in der ungemein spannenden Schlußphase überschlugen.

Es sprach für den unbeugsamen Willen und die bemerkenswerte Moral der gesamten Mannschaft, auch den knappen 28:27 Rückstand (59.) im Gegenzug zu egalisieren. Und dann war es ausgerechnet der jüngste im Team, Max Pauli, der 25 Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem Siegtreffer zum 28:29 diese Energieleistung krönte und somit alle Begleiterscheinungen schlagartig in den Hintergrund gerieten.

TSV Birkenau 1b: Fritsche und Hebling im Tor, Roth (8/4), Truschel (1), Pauli (3), Jebens, Du. Hoffmann (3), Hartkopp, Vierneisel (6), Teurer, Herzog (3), Da. Hoffmann (2), Osada (3).

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