Auf keinen Fall unterschätzen

(msc) In der Rückrunde der vergangenen Saison war es die Vorentscheidung im Kampf um den Relegationsplatz: Das Duell zwischen dem TSV Birkenau und der HSG St. Leon/Reilingen.

Dieses Jahr steht das Aufeinandertreffen am vierten Spieltag allerdings unter einem ganz anderen Stern. Beide Teams hatten ihren Auftakt verloren. Die Falken mussten sich der Drittliga-Reserve aus Oftersheim/Schwetzingen geschlagen geben, während die HSG beim TV Friedrichsfeld den Kürzeren zog. Danach ging es allerdings ganz unterschiedlich weiter: Die Odenwälder hielten sich in zwei Heimspielen in Folge ohne Punktverlust, standen nach drei Spieltagen somit in der Spitzengruppe. „Wir haben das Spiel gegen Knielingen analysiert und hoffen jetzt, an der Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen zu können“, hat Trainer Gabriel Schmiedt viele gute Ansätze seines Teams gesehen.

St. Leon/Reilingen dagegen konnte auch in der Fritz-Mannherz-Halle nicht gegen Oftersheim/Schwetzingen gewinnen und musste vergangenen Samstag obendrauf eine 31:33-Niederlage in Hardheim einstecken. Die bittere Realität für den Sensationsaufsteiger der abgelaufenen Runde: 0:6 Punkte, geteilter Letzter. Offensiv läuft es mit bereits 78 Treffern dabei gar nicht so schlecht – die Defensive mit 86 Gegentoren macht der HSG zu Schaffen. Zu zarghaft zeigten sie sich zuletzt in Hardheim, genau darum reichten unter dem Strich selbst 31 Auswärtstore nicht zum Erfolg. Doch Schmiedt will sich davon nicht blenden lassen. „Es ist immer ein komisches Spiel, wenn man gegen eine Mannschaft spielen muss, die noch nicht gewonnen hat“, erklärt der Coach: „Sie werden alles reinhauen was geht. Aber wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen.“

Auch Birkenau geht nicht vollkommen unvoreingenommen in die Begegnung: Kreisläufer Jannik Schneider musste nach einem Zusammenprall in der Abwehr gegen Knielingen vorzeitig vom Feld. Die Bänderverletzung zwingt den Neuzugang der Falken vorerst auf die Tribüne, auf ihn muss Coach Gabriel Schmiedt also definitiv verzichten. „Er war beim Arzt und der hat festgestellt: Ein oder zwei Außenbänder sind gerissen“, erklärt Schmiedt. Das bedeutet für Schneider vier bis sechs Wochen Pause. Doch Schmiedt gibt schon etwas Entwarnung: „Er war am Donnerstag in der Halle und ist schon ganz gut gelaufen.“ Hinzu kommen einige angeschlagene Spieler. „Das Wetter spielt nicht so mit, aber ich glaube jeder hat den ein oder anderen Verschnupften“, sagt Schmiedt: „Ob Nicolas Barrientos spielen kann, wissen wir noch nicht genau. Er ist am Donnerstag im Training umgeknickt, will es aber versuchen.“

Bild: Dr. Uwe Klein

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