Die Kehrtwende erfolgt spät, aber noch rechtzeitig

Die A-Jugend des TSV Birkenau kann die Talsohle der vergangenen Wochen mit einigen unerwarteten Niederlagen nur in kleinen Schritten hinter sich lassen. Nach dem hart erkämpften Erfolg vor Wochenfrist gegen Schwarzbachtal hinkten die Schützlinge des Trainergespanns Kreis/Brock im Heimspiel der Badenliga gegen das sieglose Schlußlicht Dossenheim gut zwei Drittel der Spielzeit den eigenen Ansprüchen hinterher.

Die wenigen Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als die tapfer kämpfenden Heidelberger bis zum 22:21 (46.) drauf und dran waren, für eine dicke Überraschung zu sorgen. Bis zu diesem Zeitpunkt reagierte die Defensive fast schon fahrlässig. Die Gäste fanden immer wieder die Lücken und nutzten ihre Möglichkeiten, Keeper Sebastian Stamm fand bis dahin wenig Unterstützung bei seinen Vorderleuten. Das schnelle Umschaltspiel, eigentlich eine Stärke im TSV-Spiel, war kaum vorhanden, ferner fehlte dem Angriff die Durchschlagskraft. Viele unplatzierte Würfe wurden zudem sichere Beute des kleinen, aber reaktionsschnellen Daniel Schroff im gegnerischen Gehäuse. Gegen den letzten 7m-Strafwurf von Jann Hohl zum Ende der ersten Hälfte war er allerdings machtlos, mit der knappen 16:15 Führung wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff des souveränen Schirigespanns Frohn/Seitz (HG Saase/TV Friedrichsfeld) schienen die Odenwälder ihr lethargisches Spiel abgelegt zu haben, als Marvin Brock mit seinem vierten Treffer die 21:17 Führung (37.) erzielte. Wieder waren es unerklärliche Lücken in der Abwehr, die der TSG den 22:21 Anschlußtreffer (46.) ermöglichte. Spät, aber noch rechtzeitig legten die Gastgeber dann den Hebel um. Die Abwehr agierte nun mit der nötigen Willensstärke und Disziplin. Dahinter “vernagelte“ Torwart Stamm sein Gehäuse, funktionierte das Umschaltspiel. Mit ihren Toren zum 28:21 (53.) hatten Paul Kreis, Jann Hohl und Marius Ott die Partie binnen sieben Minuten gedreht. Der hohe 32:22 Erfolg widerspiegelte keineswegs den Spielverlauf, sollte jedoch „Mutmacher“ genug sein,  um den Weg in die vordere Tabellenregion fortzusetzen.

TSV Birkenau:
Sebastian Stamm, Christian Armbrust und Jakob Tesarz; Daniel Stempfle (1), Paul Kreis (6), Jann Hohl (4/1), Felix Fath (5), Fritz Fröhlich, Lukas Weisbrod (2), Marvin Brock (7), Marius Ott (7).

Bilder: Mathias Brock

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