Diese Willensleistung verdient großen Respekt

Das hochverdiente 34:34 (16:18) Unentschieden der A-Jugend im Badenligaduell bei der TGS Pforzheim wird ob seiner besonderen Voraussetzungen in langer Erinnerung bleiben.

24 Stunden vor Spielbeginn verfügten die beiden Trainer Volker Kreis und Mathias Brock über fünf einsatzfähige Feldspieler und drei Torhüter. Beide erwägten eine kurzfristige Spielabsage, zumal Marvin Brock zeitgleich den Kader der 1.Mannschaft im schweren Heimspiel gegen Hardheim verstärken musste. Es drohte der Punkteabzug, also fuhr ein Häuflein der Aufrechten ohne Illussionen in die Goldstadt.

In der dortigen Berta-Benz-Halle machte das Trainergespann aus der Not eine Tugend, kurzfristig wurde der Einsatzort die beiden etatmäßigen Torhüter Sebastian Stamm und Jakob Tesarz auf das Spielfeld verlegt. Was dann folgte, war eine Energieleistung der gesamten TSV-Truppe. Die Partie selbst war von Anfang an umkämpft und von knappen Spielständen geprägt. Dank der Treffsicherheit von Felix Fath (10 Tore) und Paul Kreis (7) verzeichneten die Gäste nach dem 8:8 (11.) auch spielerische Vorteile und konnten sich nach dem siebten Treffer von Fath zum 8:11 (14.) erstmals mit drei Toren absetzen. Was Teamspirit und Durchsetzungsvermögen bewegen können, verdeutlichten die restliche Zeit bis zum Seitenwechsel. Die TSV-Jungs sprühten allesamt vor Spiellaune, hinzu agierte der Angriff stets torgefährlich. Diese Mischung zeichnete für die 16:18 Führung nach der ersten Hälfte verantwortlich.

Die Odenwälder gefielen auch nach Wiederbeginn mit großem Kampfgeist und Spieldisziplin. Wenn mit zunehmender Spieldauer die Abstimmung zwischen Abwehr und dem guten Keeper Christian Armbrust aus erklärten Gründen nicht immer stimmte, so agierte der Angriff jederzeit mit Übersicht und blieb vor allem torgefährlich. Das belegten die weiteren Zwischenstationen von 20:23 (37.) und 27:29 (50.). Auf der Zielgeraden schien den TSV-Jungs dann doch die Luft auszugehen, der riesige Aufwand ohne Wechseloptionen hatte deutliche Spuren hinterlassen. In der hektischen Schlußphase bewies der zehnfache Torschütze Fritz Fröhlich nun absolute Nervenstärke. Er egalisierte nicht nur die 33:32 Führung (58.) der Gastgeber, sondern sorgte desweiteren für eine wahre Jubelorgie im gesamten Team, als ihm mit dem Schlußpfiff der hochverdiente 34:34 Ausgleichstreffer gelang.

TSV Birkenau:
Christian Armbrust; Paul Kreis (7), Jann Hohl (5), Felix Fath (10), Lukas Weisbrod (2), Sebastian Stamm, Fritz Fröhlich (10/2), Jakob Tesarz.

Bilder: Mathias Brock

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