14:33 – solch ein Debakel will man maximal einmal erleben. Der TSV Birkenau kassierte diese Pleite in Stuttgart und Trainer Roger Grössl war restlos bedient. Vor dem Heimspiel am Samstag um 20 Uhr gegen den TSV Deizisau unterhielten wir uns mit dem Coach des Handball-Oberligisten.

Roger, das 14:33 am letzten Wochenende dürfte der Tiefpunkt der Saison gewesen sein.

Roger Grössl: Allerdings, mit einem solchen Auftritt habe ich nicht gerechnet. Das war unter aller Würde und das weiß die Mannschaft auch. So etwas darf sich nicht wiederholen.

Die desolate Vorstellung lässt allerdings Schlimmes vermuten. Ist die Mannschaft denn intakt?

Roger Grössl: Ja, denn sie hat sich vorher ganz anders präsentiert. Das war sicher ein einmaliger Ausreißer, ein kollektives Versagen. Die Jungs haben sich auch zusammengesetzt und einen eigenen Maßnahmen-Katalog zusammengestellt, dass so etwas nicht wieder passiert. Keiner hat nach Ausreden gesucht, das spricht für den Charakter.

Trotzdem fehlt der Truppe ein Führungsspieler.

Roger Grössl: Das ist unbestritten. Nach dem Weggang von Tomas Lanci, Andreas Fischer und auch Simon Spilger, der mit seinen Toren ein Spiel auch mal drehen konnte, fehlt es an Leistungsträgern. Aber uns bleibt nichts anderes übrig, als mit dem Personal weiterzumachen. Und ich bin überzeugt, dass wir am Samstag gegen Deizisau eine ganz andere Mannschaft sehen als noch in Stuttgart.

Das heißt der Verein wird personell nicht noch einmal nachlegen.

Roger Grössl: Natürlich halten wir die Augen offen. Aber ein neuer Spieler müsste nicht nur Führungsqualitäten besitzen, sondern auch charakterlich und finanziell passen. Das wird schwer.

Wie realistisch wird der Oberliga-Verbleib?

Roger Grössl: Das untere Tabellendrittel ist sehr eng beisammen, da ist alles drin. Aber wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten und immer am Limit spielen. Nur dann haben wir eine Chance auf den elften Platz.

Quelle: wnoz.de


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