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Birkenau. Jugendlicher Elan mit allen Risiken gegen geballte Erfahrung und Spielintelligenz: Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen im Handball-Kreisligaderby zwischen dem TSV Birkenau Ib und der SG Hohensachsen kaum sein können. Die Birkenauer zahlten Lehrgeld und mussten eine hohe 30:39 (14:18)-Niederlage einstecken. Der verdiente Erfolg der Gäste täuschte jedoch über den eigentlichen Spielverlauf hinweg und kam erst in den letzten zehn Minuten zustande, als die Odenwälder alles auf eine Karte setzten und dabei “ klassisch“ bestraft wurden.

Die durchweg höherklassig erprobten Glock, Mayer und der mittlerweile 40-jährige Stefan Wiss ( früher SGL) besitzen nach wie vor hohes Format und lassen sich mit einfachen Mitteln nicht aufs Glatteis führen. Felix Pöltl ( SGL, TVG) spielte auf der rechten Außenbahn der SGH mit der TSV-Abwehr Katz und Maus. Die Abwehr war eindeutig die „Achilleferse“ der jungen TSV-Sieben. Bei dieser Konstellation konnte auch Torwart Michael Denger, der aus dem Kader der 1. Mannschaft debütierte, nicht viel ausrichten. Er bot eine solide Partie, entschärfte unter anderem zwei Strafwürfe, fand jedoch bei seinen Vorderleuten nur begrenzte Unterstützung.

Die Bergsträßer ihrerseits standen in der Defensive ebenfalls alles andere als sicher und benötigten mit zunehmender Spieldauer sichtbare Verschnaufpausen. Unter diesen Voraussetzungen entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch, bei dem es lange nicht nach dem deutlichen Gästeerfolg aussah. Nach dem 13:14 ( 25.) setzte sich die SGH bis zum Pausenpfiff des guten Schirigespanns Pfrang/Scholz (TSG Weinheim) erstmals zum 14:18 Führung ab. Die junge TSV-Mannschaft fand nach Wiederbeginn gut ins Spiel und konnte dank ihrer überragenden Angreifer Moritz Vierneisel (12-facher Torschütze) und Daniel Herzog (7) mit schnellen Aktionen auf 21:21 (38.) egalisieren.

Nur diese beiden spielten auf oberem Level, ihre Mitspieler leisteten sich auch in dieser wichtigen Phase wieder einfache und unverständliche Fehler. Hinzu erwies sich die Hoffnung, dass die routinierten Gäste dem schnellen Spiel Tribut zollen müssen, als glatte Fehleinschätzung. Scheinbar mühelos rückten die erfahrenen Wiss und Co. das Bild zurecht und hatten beim 27:31 (52.) die Vorentscheidung erzwungen. Birkenauer Bemühungen, eine offene Manndeckung sollte die Wende bringen, spielte den abgezockten Gästen in die Karten. Am Ende spiegelte die deutliche 30:39 Heimniederlage sicherlich den Spielverlauf nicht wider, allerdings gab es am verdienten Hohensachsener Erfolg keine Zweifel. wu

TSV Birkenau: Denger, Hebling (ab 50.); Hartkopp (4), Herzog (7), Teurer, Desch (3), Wagner, Gottuck (2), Vierneisel (12/2), Freund, Jebens (2)
SG Hohensachsen: Ullrich, Kuhn; Christian Pohl (3), Mayer (6/2), Schmitt (4), Wiss (10/1), Durst (1), Stefan Pohl, Glock (6), Pöltl (9)

Quelle: www.wnoz.de

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