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Birkenau. In einer an Spannung kaum zu übertreffenden Partie behielten die „Black Hawks“ im Kellerduell gegen die Mannschaft der TB Kenzingen am Ende mit 27:26 die Oberhand.
Gleich zu Beginn zeichnete sich ab, dass es in diesem Spiel für beide Mannschaften um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld ging. Die Gäste aus dem Breisgau profitierten von der Birkenauer Nachlässigkeit in den ersten Spielminuten und verschafften sich die 3:1-Führung. Regelmäßig fanden die Spieler der TB dabei den Weg durch die TSV-Abwehr.

Der durch eine Verletzung angeschlagene Rudolf Varak erzielte nach seiner Einwechslung bereits seinen zweiten Treffer und damit erstmals die Birkenauer Führung (7:6). Unterstützt durch TSV-Schlussmann Andreas Fischer packten die Gastgeber in der Abwehr zwischenzeitlich beherzt und konsequent zu. Dies ebnete den Weg zum 11:9-Treffer durch Dario Tokur in der 20. Spielminute. In den nun folgenden fünf Minuten herrschten auf Birkenauer Seite technische Fehler und Fehlwürfe vor. Kenzingen ging dadurch seinerseits mit 13:11 in Front. Jugendspieler Simon Spilger zirkelte den Ball von der Rechtsaußenposition via Heber ins gegenerische Tor und stellte das Unentschieden wieder her (13:13). Quasi mit dem Signal zur Halbzeit erzielten die Gäste den 15:14-Führungstreffer.

Nach Wiederanpfiff gelang den Mannen um Spielertrainer Peter Jano zunächst kaum etwas. Auch der nun das TSV-Tor hütende Tonci Peribonio sah zunächst blass aus. Auf den 15:17-Rückstand folgten ein Tempogegenstoßtor durch Simon Spilger und ein sehenswerter Treffer des starken Kreisläufers Dario Tokur. Trotz Unterzahl nach einer Zeitstrafe gegen Toma’s Lanci erzielte Tobias List nach schönem Kombinationsspiel mit Spilger das 18:18. Nach einem Foul an Jochen Ritzert verwertete Tokur den Siebenmeter eiskalt und verkürzte damit auf 20:21. Die Endphase des Spiels gestaltete sich äußerst nervenaufreibend:

Birkenau verlor ohne Einwirken der Gegner den Ball und kassierte im Gegenzug eine Zeitstrafe gegen Rudolf Varak. Die beiden Schiedsrichter sprachen Kenzingen einen Strafwurf zu, den der nun stark parierende Tonci Peribonio zwar zunächst abwehren konnte, beim Abpraller aber keinerlei Chance hatte (23:24). Dank zweifelhafter Entscheidungen der beiden Unparteiischen lagen die Gäste um den mehrfachen Torschützen und Spielertrainer Steponavicius drei Minuten vor Ende 26:24 in Front. Zu diesem Zeitpunkt deutete alles auf einen Gästesieg hin. Doch Birkenau ließ sich nicht hängen und bäumte sich mit aller Gewalt gegen den Punktverlust auf. In der 58. Spielminute erkämpfte Sascha Höhne trotz Unterzahl einen Strafwurf, den Dario Tokur sicher verwandelte. Diesem Treffer ließ der elffache Torschütze noch weitere zwei folgen: Zunächst stellte er den Ausgleich wieder her und markierte letztendlich fünf Sekunden vor Schluss den erlösenden 27:26-Endstand mittels Strafwuf, nachdem er beim Tempogegenstoß grob gefoult worden war. Dieses harte Einschreiten des Kenzingener Spielertrainers wurde mit einer roten Karte geahndet.

Der Birkenauer Jubel kannte nach diesem immens wichtigen Sieg keine Grenzen. Nun gilt es diesen kleinen Aufwärtstrend weiter zu steigern und im Derby gegen den Tabellenführer SG Leutershausen eine ansprechende Leistung abzuliefern.

TSV Birkenau: Fischer (1.-30.), Peribonio (31.-60.), Denger (n.e.); Höhne 1, Junkert, Jano 1, List 1, Spilger 3, Fremr 2, Varak 6, Tokur 11/3, Ritzert, Lanci 2, Demiryol (n.e.)

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