Ein Sieg für „Gabi“ und fürs Selbstvertrauen

Jonas Böhm

Foto: U. Klein

Dieses Gefühl durften die Handballer des TSV Birkenau in dieser Badenliga-Saison noch nicht genießen: Am 7. Spieltag gelang den „Schwarzen Falken“ endlich der erste Saisonsieg. Das 23:18 (13:6) im Kellerduell gegen den schwachen Aufsteiger TV Neuthard sogte für ordentliches Durchschnaufen im TSV-Lager. „Nach so einer langen Durststrecke sind wir jetzt einfach froh, dass es mit dem ersten Sieg geklappt hat. Das Wie ist erst einmal egal“, sagte der elffache Torschütze Jonas Böhm nach dem Schlusspfiff erleichtert und wohl wissend, dass in Birkenau immer noch viel Luft nach oben ist.

„Wir haben heute auch für unseren Trainer gespielt. Gabi leistet hier klasse Arbeit und lässt sich immer wieder Neues einfallen“, sagte Jonas Böhm. „Man hat gesehen, dass wir diesen Sieg unbedingt wollten. Und weil der jetzt geschafft ist, können wir jetzt vielleicht etwas befreiter aufspielen.“

Vorangegangen war eine engagierte, aber völlig verkrampft geführte Partie, ws angesichts des Tabellenstands beider Teams nicht weiter verwunderlich war. 13 Ballverluste auf Birkenauer und gleich 18 auf Seiten der Gäste aus dem Raum Bruchsal verdeutlichten, dass die 250 Fans in der Langenberghalle kein Handballfest zu sehen bekamen. Hinzu kam eine schwache Schiedsrichterleistung mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, was die Begegnung noch zusätzlich zerstückelte.

Dennoch zeigten sich die Gastgeber hoch motiviert, was in der Anfangsphase vor allem durch aggressive Abwehrarbeit deutlich wurde. Den beiden Neutharder Rückraumwerfern Christian Mocsnek und Timo Schwab ließen die Gastgeber keinen Raum und damit hatte die Mannschaft um Spielertrainer Thomas Ratzel ihre Möglichkeiten schon fast ausgeschöpft. Auch dank des gut aufgelegten Ruven Dietrich im Birkenauer Tor zog der TSV über 5:2, 20:4 und 13:6 zur Pause davon, steuerte beim 21:13 (50.) auch dank vieler Gegenstoßtore schon auf einen Kantersieg zu. Bis dahin hatten die Falken den Wunsch ihres Trainer Gabriel Schmiedt „Einfach mal den Kopf ausschalten und spielen“, einigermaßen umsetzen können. In den Schlussminuten verloren die Gastgeber gänzlich ihre Linie und zeigten, dass dieser erste Sieg auch wirklich erst ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Besserung war.

TSV Birkenau: R. Dietrich, N. Heckmann (zu einem Siebenmeter); Höhne (6/2), Eberle (1), D. Hoffmann, Weigold, Schmidt, Varak (2), Schmitt, Baumann, Böhm (11/2), S. Dietrich (2), L. Heckmann (2).

Quelle: WNOZ.de

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