
Wenn Axel Buschsieper ganz ehrlich ist, dann hätte er auf das spielfreie Wochenende gut und gerne verzichten können. „Wir haben schon einen guten Lauf und wollen natürlich im Rhythmus bleiben“, sagt der Trainer der Badenliga-Handballer des TSV Birkenau. Dafür hatte seine Mannschaft ein paar Tage Zeit, neue Kräfte zu sammeln und sich voll und ganz auf das nächste schwere Auswärtsspiel zu konzentrieren. Schließlich müssen die Falken am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr bei den Wölfen der TSG Plankstadt in der Mehrzweckhalle antreten. Buschsieper: „Ob die Pause gut oder schlecht war, wird man dann erst sehen. Hinterher ist man immer schlauer.“
Der Blick auf die Badenliga-Tabelle ist fĂĽr alle Falken-Fans nicht mehr so zufriedenstellend wie noch zuletzt. Und das liegt nicht an der Leistung der Buschsieper-Sieben, die in den vergangenen beiden Heimspielen in der Langenberg Sporthalle ĂĽberzeugte und die SG Pforzheim/Eutingen II und die SG Stutensee-Weingarten bezwang, sondern vielmehr an der NichterfĂĽllung des Schiedsrichtersolls.
Bitter – so muss man drei zusätzliche Minuspunkte verkraften und ist dadurch vorerst mit nun 7:7-Punkten auf den fĂĽnften Platz abgerutscht. Doch auch die TSG Plankstadt, die von Niels Eichhorn trainiert wird, muss aus gleichem Grund eine ähnliche Hypothek hinnehmen; zwei zusätzliche Minuspunkte bedeuten fĂĽr die Wölfe aktuell den zehnten Tabellenrang. „Weil wir als Mannschaft ja nichts dafĂĽr können, sehen wir diese Situation als zusätzlichen Ansporn“, sagt Buschsieper: „Wir mĂĽssen jetzt einfach noch mehr Spiele gewinnen.“
Wer letztendlich bei den Falken mitwirken kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden – einige Spieler meldeten sich zuletzt aufgrund von Krankheit ab. Fest steht aber, dass Mittelmann Marvin Brock, der sich im Spiel gegen Pforzheim die Bänder gerissen hat, ausfallen wird.
Zudem ereilte Coach Buschsieper in der vergangenen Woche eine weitere traurige Nachricht: RĂĽckraumspieler Hossameldin Hassanien, der zuletzt aufgrund seines Studiums aus Ă„gypten nach Deutschland kam, wird die Falken berufsbedingt ab sofort wieder verlassen. „Es ist natĂĽrlich schade, aber wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen“, sagt Buschsieper: „Wir wĂĽnschen ihm alles Gute fĂĽr die Zukunft – in so einer Situation ist der Handball auch mal zweitrangig.“
Doch zurĂĽck zum Sportlichen: Während die Falken am Sonntag die dritte Begegnung in Folge gewinnen und somit ihre Mini-Serie ausbauen möchten, geht auch die TSG voller Selbstvertrauen in das Duell – schlieĂźlich durfte man sich am vergangenen Wochenende ĂĽber einen recht deutlichen 31:25-Derbysieg gegen den Nachbarn von der HG Oftersheim/Schwetzingen II freuen. „Plankstadt ist eine sehr unangenehme Mannschaft, die viele verschiedene Deckungsformationen spielen kann“, sagt Buschsieper: „Dort ist immer eine gute Stimmung in der Halle, man weiĂź nicht genau, was auf einen zukommt – sie sind eine kleine WundertĂĽte.“
Auch wenn Plankstadt in der laufenden Spielzeit bisher erst zweimal vor heimischem Publikum spielen durfte, gilt: In der Mehrzweckhalle ist man noch ungeschlagen – die Falken wĂĽrden das zu gerne ändern.
Sonntag, 16.30 Uhr:Â TSG Plankstadt – TSV Birkenau.
Foto: Simon Hofmann