In bestechender Form präsentierte sich der TSV Birkenau beim deutlichen 37:29 (18:14)-Sieg im Sonntagabendspiel der Verbandsliga bei Handballregion Bottwar SG.
Im Duell Falken gegen Bullen übernahmen die Odenwälder sofort das Kommando und legten beim 3:1 (4.) durch Max Wolß direkt ein zwei Polster an. Habo SG egalisierte zwar nochmal beim 4:4 (8.) durch den ehemaligen 3.Ligaspieler und Spielmacher Pflugfelder, doch als Marco Jöst mit einem Laser Patrik Sedlacek im Gegenstoß bediente, verwandelte dieser in der nun rasanten Phase sicher zum 7:4 (9.). Das Spiel hatte nun ordentlich Tempo aufgenommen, mit leichten Vorteilen für den TSV. Als Youngster Max Wolß auf 10:6 (13.) erhöhte, zog BWHV-Landestrainer Jan Diller seine Timeout. Eiskalt blieb in dieser Phase Ex-Flensburg-Profi Florian von Gruchalla, der die folgenden drei Treffer für die Gastgeber per Strafwurf erzielte. In Unterzahl unterbrach dann auch Gästetrainer Pohl mit seiner grünen Karte beim 10:13 (20.) das Spiel. „Habo ist kurz vor der Zeitstrafe auf 6:0 zurück, wir haben unsere Spielweise dagegen besprochen“, erklärt Pohl seine Maßnahme. Bottwar hatte mit der erwartet offenen Abwehr begonnen, auf die der TSV aber immer wieder Lösungen fand. Die Umstellung auf eine defensive Abwehr stellte eine neue Aufgabe dar. Das Spiel wurde nun etwas hitziger. Doch die Falken steckten die teils überharte Gangart der Buffalos unbeeindruckt weg. Die fälligen Zeitstrafen nutzte Birkenau und nachdem Nico Patermann einen Strafwurf parierte, ging der TSV durch Jakub Majirsky mit 16:11 (28.) in Führung. Diese verteidigten die Falken und beide Teams gingen mit 18:14 in die Pause. „Es gab einige kleine Justierungen, aber das wichtigste war, sich nicht von der Härte beeindrucken zu lassen“, gibt Pohl einen Einblick in seine Kabinenansprache.
Die zweite Halbzeit startete wie die erste endete. Es dauerte nicht lange, bis sich Habo selbst schwächte und Marcel Spindler in Überzahl die Führung auf 21:15 (34.) ausbaute. Auch Marco Jöst strahlte wieder extreme Torgefahr aus dem Rückraum aus und stellte vorentscheidend auf 24:17 (39.). Doch Habo gab nicht auf, zeigte sein Können und kam beim 25:21 (42.) nochmal näher. Eine Falken-Auszeit versuchte das Momentum zu stoppen, doch beim 26:23 (47.) kam auch die gut gefüllte Halle auf. Doch Birkenau blieb cool, Hirsch und Majirsky erhöhten auf 28:23 (49.) und als Buffalo-Abwehrchef Schuster disqualifiziert wurde, gaben die Falken ihre Antwort in Form von Toren. Souverän trafen jetzt die starken Außen Majirsky und May zum 32:26 (54.). Bottwar griff zum taktischen Mittel und brachte den siebten Feldspieler. Erst Marco Jöst und dann auch Torhüter Patrik Samardzic visierten erfolgreich das verwaiste Tor an und spätestens beim 35:26 (56.) war jedem in der Halle klar, wer sich die beiden Punkte verdient hatte. Das Spieltempo blieb auch die letzten Minuten hoch, bis die Sirene beim 37:29 das Ende signalisierte. „Mich freut es vor allem, dass wir auch den zahlreichen mitgereisten Zuschauern ein echt tolles Spiel gezeigt haben. Die spielerisch bessere Mannschaft hat heute gewonnen und das waren ohne wenn und aber wir“, waren Pohls letzte Worte, bevor mit Mannschaft, Helfern und Zuschauern den Bus zur Heimreise betrat.
TSV: Patermann, Samardzic(1), Fuchslocher, May(2), Unger(6), Majirsky(9), N.Jöst, Brock(2), Wolß(3), Fickel(2), M.Jöst(5), Spindler(3), Hirsch(1), Sedlacek(3), Schmitt

