Deutliche Niederlage in Knittlingen

Für den TSV Birkenau war im Auswärtsspiel beim TSV Knittlingen nichts zu holen. Die Voraussetzungen waren schwierig: Mehrere Stammkräfte fehlten, darunter alle drei Rückraumlinken. Trainer Stefan Pohl musste improvisieren. Linksaußen Tobias May übernahm Verantwortung auf ungewohnter Rückraumposition und A-Jugendspieler Deniz Vehabovic rückte direkt in die Startformation.

Der Start verlief entsprechend holprig. Erst in der 6. Minute erzielte Birkenau den ersten Treffer. Nach anfänglichen Problemen stabilisierte sich die Defensive, und beim 4:4 (13.) war das Spiel kurzzeitig ausgeglichen. Doch eine Zeitstrafe brachte den Bruch. Knittlingen nutzte die Überzahl konsequent, während sich bei Birkenau einfache Fehler einschlichen. Ballverluste und ungenaue Abschlüsse führten immer wieder zu schnellen Gegenstoßtoren. So setzten sich die Gastgeber bis zur Pause auf 14:8 ab.

„Knittlingen hat das schon auch gut gemacht. Wir wussten um die Gefahr, waren einfach zu leichtfertig. Wir hatten bis auf Nico im Tor eigentlich keinen Mannschaftsteil der annähernd Normalform gezeigt hat“, war Falkencoach Pohl mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden.

Nach der Pause reagierte Birkenau. Mit mehr Tempo und Einsatz kämpften sich die Falken zurück ins Spiel. Sedlacek und Majirsky trafen jeweils doppelt, auch May war erfolgreich. Der Rückstand schmolz auf 13:15 (38.), wenig später sogar auf 15:16 (42.). Das Spiel war wieder offen.

Doch die Aufholjagd hatte ihren Preis. Die Kräfte ließen nach, die Fehlerquote stieg erneut. Knittlingen blieb konzentriert, nutzte Ballgewinne konsequent und baute den Vorsprung wieder aus. Spätestens beim 22:15 (49.) war die Partie entschieden.

In der Schlussphase fehlten Birkenau die Mittel, um noch einmal heranzukommen. Weitere Ballverluste und ein zu hohes Tempo spielten den Gastgebern in die Karten, die das Ergebnis bis zum 30:19-Endstand ausbauten.

Trotz der Niederlage gab es auch positive Aspekte: Die jungen Spieler erhielten viele Einsatzminuten und konnten wichtige Erfahrungen sammeln. Besonders Deniz Vehabovic zeigte eine engagierte und starke Leistung in der Abwehr.

Nun richtet sich der Blick nach vorne. Im kommenden Heimspiel gegen Wieblingen hat Birkenau die Chance, Platz drei in der Tabelle zu sichern.