Der TSV Birkenau hat es geschafft: Bereits vor dem letzten Spieltag steht fest, dass die Falken die Verbandsligasaison auf einem starken 3. Tabellenplatz beenden werden. Grundlage dafür ist eine sehr überzeugende Rückrunde, in der sich die Mannschaft als eines der formstärksten Teams der Liga präsentierte. Auch der jüngste 34:25-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten TSV Wieblingen spiegelte diese Entwicklung eindrucksvoll wider.
Jedoch gingen die Falken erneut dezimiert in dieses „Finale“ um Platz drei. So halfen die frisch gebackenen Meister Timo Fritsche und Patrick Braun aus der zweiten Mannschaft aus. Zusätzlich stellte sich Max Wolß in den Dienst der Mannschaft – obwohl er bereits eine intensive und erfolgreiche A-Jugend-Qualirunde in den Beinen hatte.
Blitzstart und klare Kontrolle
Birkenau startete hellwach in die Partie: Bereits nach wenigen Minuten sorgten Treffer von Marvin Brock, Jakub Majirský und Philipp Schmitt für eine frühe 4:1-Führung. Die Falken spielten druckvoll im Angriff und standen gleichzeitig kompakt in der Abwehr vor einem gut aufgelegten Nico Patermann. Über 7:2 und 10:4 setzte sich Birkenau kontinuierlich ab.
Auch eine kurze Phase mit Zeitstrafen brachte die Gastgeber nicht aus dem Rhythmus. In Unterzahl blieb man stabil und nutzte die eigenen Angriffe konsequent. Bis zur Halbzeit bauten die Falken den Vorsprung weiter aus – unter anderem durch Tore von David-Denny Hirsch, Marvin Brock und Jakub Majirsky ging es mit 17:11 in die Pause.
Starker Auftritt bis zum Schluss
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Birkenau nahtlos an die starke erste Hälfte an. Früh stellte man auf 19:11, ließ die Gäste zwar zwischenzeitlich etwas verkürzen, hatte jedoch stets die passende Antwort. Eine entscheidende Phase folgte Mitte der zweiten Halbzeit: Treffer von Niclas Jöst (doppelt), Jonas Böhm und Jakub Majirský sowie zwei sicher verwandelte Siebenmeter von Marcel Spindler sorgten für eine klare 26:18-Führung.
In der Schlussphase spielten die Falken ihre Überlegenheit souverän aus. Tobias May traf mehrfach in kurzer Folge, Ronny Unger legte nach – spätestens beim 31:19 war die Partie entschieden. In der Schlussphase durfte sich auch Max Wolß nach einem langen Handballtag mit seinem Treffer zum 34:25-Endstand belohnen.
„Das war ein feiner Abschluss der Heimspiele. Platz drei in dieser neu eingeteilten Verbandsliga ist überragend. Das hätte ich vor der Saison nicht erwartet“, freute sich Pohl über das Spiel seiner Bäigemer Jungs und das Abschneiden der Saison. Auch personell gab es einen emotionalen Moment: Marcel Spindler wurde nach der Partie verabschiedet. Sein Wechsel nach Viernheim war bereits vor seiner Zusage in der Winterpause fest vereinbart. Sportlich wie menschlich hinterließ er in Birkenau einen starken Eindruck. „Er hat es überragend gemacht und passt einfach richtig gut in diese Truppe“, lobte der sportliche Leiter Frank Jöst.
Rückrunde mit Statement gegen die Top-Teams
Die Rückrunde des TSV Birkenau war vor allem eines: ein echtes Ausrufezeichen gegen die Spitzenteams der Liga. Gegen alle Mannschaften aus den Top 5 blieb Birkenau ungeschlagen und fuhr durchweg Siege ein – ein klares Zeichen für die enorme Entwicklung der Mannschaft im Saisonverlauf. Besonders eindrucksvoll war dabei auch der Auswärtserfolg beim späteren Meister, der TSG Wiesloch. Auch das emotionale Derby gegen den HSG Weschnitztal wurde in der Rückrunde vor heimischem Publikum gewonnen.
Saisonabschluss ohne Druck
Das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag beim Tabellenletzten TV Friedrichsfeld hat keinen Einfluss mehr auf die Tabelle – Rang 3 ist den Falken bereits sicher.

