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Beim TuS Altenheim gelang den Birkenauer Falken mit dem 34:29 (15:14)-Auswärtssieg ein Coup. Dabei waren die Voraussetzungen für den TSV alles andere als günstig. Neben dem Verletzen Rudolf Varak fehlte auch Rückraumshooter Tomas Lanci in dieser Partie. Nachdem er nach Abpfiff des Spiels in Langenau in Disput mit den beiden Schiedsrichtern geraten war, wurde er mit einer Sperre über drei Spiele bestraft.

Für Routinier Jochen Ritzert, der seine Karriere bei den Aktiven bereits beendet hatte, war es keine Frage, in dieser personell schwierigen Situation auszuhelfen, und ein kurzfristiges Comeback zu geben.

Die Gastgeber starteten besser als es ihr Tabellenstand vermuten ließe. Das BWOL-Schlusslicht lag nach wenigen Minuten mit 3:1 in Führung. Birkenau wusste nun aber, das weitere Absetzen des Gegners zu verhindern. Das Spiel plätscherte vor sich hin. Mal ging Altenheim mit einem Tor in Front, mal war es der TSV. Falken-Torhüter Andreas Fischer erwischte ein weiteres Mal einen starken Tag und sorgte für die nötige Grundlage von hinten heraus.
Hätten die TSV-Herren im ersten Durchgang die ein oder andere Torchance mehr genutzt, wäre der Vorsprung zur Halbzeitpause größer gewesen als es beim 15:14 der Fall war.

Weiter ging es mit einer Birkenauer Mannschaft, die vor allem in der Defensive um einiges besser stand als noch vor dem Wechsel. Auf Altenheims Übergänge wurde besser reagiert, der Deckungsverband arbeitete auf Hochtouren. Birkenaus Co-Trainer Volker Kadel machte deutlich, dass sich die Mannschaft als Kollektiv präsentierte und gemeinsam stark war. Da die Mannschaft des Trainerduos Peribonio/Kadel mit einem dezimierten Kader angereist war, kam es auf jeden einzelnen Spieler an. Keiner versteckte sich, die Arbeit lastete auf den Schultern aller und vor allem die jungen Spieler übernahmen Verantwortung.

Dies bildete den Grundstein für die stärkste Phase der Gäste, in der ein komfortables 28:20-Polster erspielt wurde. Bis zur 50. Spielminute etwa dauerte dieses Hoch ehe die Altenheimer Spieler, die bis dahin im zweiten Durchgang erst sechs Treffer erzielen konnten, den Rückstand wieder verringerten. Birkenau verlor den Faden, die Konzentration ließ nach. 25:28 zeigte die Anzeigetafel – im TSV-Lager schrillten die Alarmglocken. Während der verbleibenden Spielzeit fuhren die Falken noch einmal ihre Krallen aus und warfen alles in die Waagschale, um die ersten Punkte in der Fremde zu entführen. Dies glückte und Birkenau verließ den Platz als verdienter Sieger. Einziger Wermutstropfen bleibt die Schulterverletzung von Jochen Ritzert, die genaue Diagnose steht noch aus.

Als nächstes warten auf die Birkenauer Herren echte Brocken. Am nächsten Wochenende steht das Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers an, die sich auf dem zweiten Tabellenplatz befinden. Nicht minder schwer folgt am Wochenende danach Tabellenführer Oppenweiler. Kadel aber zeigte sich befreiter und „sieht den beiden Aufgaben ein Stück gelassener entgegen.“

TSV Birkenau: Fischer, Denger; Höhne 3, Junkert 2, Fey 5, Spilger 7/2, Fremr 2, Hoffmann 1, Jost 7, Böhm 3, Widmann 3, Ritzert 1

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