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Der deutliche 32:20-Heimsieg der Birkenauer Falken über den TB Kenzingen täuscht ein wenig über den wahren Spielverlauf hinweg. Zur Halbzeitpause lagen die Gastgeber noch knapp mit 10:11 zurück ehe sie im zweiten Durchgang dank einer Leistungssteigerung „den Sack zumachen“ konnten.

Die auswärts schwachen Gäste legten los wie die Feuerwehr und lagen bald 3:0 in Führung (4.). Birkenau aber kam nun ebenfalls ins Spiel und Jost war es, der per Tempogegenstoß den Ausgleich wiederherstellte. Nach dem 5:5 durch Simon Spilger, der erneut einen super Tag erwischen sollte, wurde die TSV-Abwehr nachlässig. Der Linksaußen der Gäste erzielte bereits seinen dritten Treffer und Litauer Rasikevicius war ebenfalls zwei Mal erfolgreich. Eines seiner Tore erzielte er dabei direkt vom eigenen Siebenmeter, da der herausgeeilte Birkenauer Torhüter Andreas Fischer sich verspekuliert hatte. 5:8 hieß es somit Mitte der ersten Halbzeit.

Weiterhin spielten die Gastgeber konzeptlos, einen Fehlwurf, einen Ballverlust und einen Abspielfehler produzierten die Mannen von Trainer Tonci Peribonio während der nächsten vier Minuten. Dennoch war der Rückstand noch nicht größer geworden (6:9). Die Birkenauer Auszeit brachte die Odenwälder wieder zurück in ihre Spur. Jost, zwei Mal Höhne und nur ein Gegentreffer – 9:10 stand es bei noch fünf verbleibenden Minuten im ersten Durchgang. In Überzahl verpassten es die TSV-Spieler bis zum Seitenwechsel, das erste Mal in Front zu gehen. Kenzingen erzielte einen Treffer, Birkenau ebenfalls einen, ließ aber zwei Großchancen aus. Mit 10:11 verabschiedeten sich die beiden Mannschaften in die Halbzeitpause.

In der Kabinenansprache muss TSV-Trainer Peribonio die richtigen Worte gefunden haben. Birkenau schien fortan wie ausgewechselt. Die Defensive arbeitete auf Hochtouren und hinter ihr parierte Stammtorhüter Fischer einige Würfe. Im Angriff wurde die Fehlerzahl auf ein Minimum reduziert, endlich begannen die TSV-Herren wieder, sicheren, druckvollen Handball zu spielen. Durch drei Tore in Serie wechselte die Führung erstmals auf die Birkenauer Seite (13:11). Zwar präsentierten sich die Gastgeber mittlerweile sehr gut, aber Kenzingen hielt noch dagegen und ließ sich nicht abschütteln. In der 40. Minute war der Vorsprung verschwindend gering (16:15). Nun war die Zeit der „jungen Wilden“ gekommen. Simon Spilger setzte zu Tempogegenstößen an und Andreas Fischer warf den Ball regelmäßig direkt in dessen Hände. Jonas Böhm tankte sich im Rückraum durch und Gerrit Fey gefiel als Torschütze und besonders in Kombination mit Nebenmann Spilger. Das blinde Verstehen der Beiden wurde in diversen Situationen deutlich. So machen „die Jungen“ aus dem 20:17 binnen zehn Minuten das 26:17.

Bis Spielende distanzierte sich Birkenau weiter und setzte das Ziel von Peribonio, „mit Tempo und Druck zu spielen“, genauestens um. „Die kämpferisch gute Betonabwehr“ nannte er weiterhin als Sieggaranten.
Jan-Axel Jost und Sascha Höhne, der vom Siebenmeterpunkt abgeklärt vollstreckte, boten ebenfalls gute Leistungen. Wann Rückraumspieler Rudolf Varak wieder mit in das Spielgeschehen eingreift, ist noch fraglich. Seine Verletzung ist noch immer nicht auskuriert, sodass er weiterhin pausiert.

Die beiden Unparteiischen sind lobend zu erwähnen, da sie das Spiel souverän leiteten und lange Zeit spielen ließen bis sie pfiffen.

TSV Birkenau: Fischer, Denger (n.e.); Höhne 7/3, Fey 4, Spilger 10, Fremr 1, Hoffmann, Jost 7, Böhm 3, Lanci 1, Widmann, Junkert (n.e.)

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