Dem verletzungsgebeutelten Verbandsligisten gelingt auch gegen den TSV HD-Wieblingen kein Sieg. Die Birkenauer Fehlerquote ist zu hoch.
Birkenau. Die verletzungsdezimierte Herrenmannschaft des TSV Birkenau ihre zweite Niederlage im dritten Saisonspiel der Handball-Verbandsliga hinnehmen. Nach 60 Minuten stand es 27:23 für TSV Heidelberg-Wieblingen. „Wieblingen hat verdient gewonnen, sie haben sich kaum Fehler in der Abwehr geleistet und sehr diszipliniert verteidigt“, fasst Pohl zusammen. „Wir waren in den Zweikämpfen einfach nicht gut genug und zu selten über die Außenpositionen erfolgreich.“
Von Beginn an taten sich beide Angriffsreihen schwer. Vorne produzierten die Falken zu viele technische Fehler, auf der anderen Seite scheiterte der TSV Wieblingen wiederholt an Patrik Samardzic. Doch auch die Abwehr der Heidelberger stabilisierte sich zunehmend.
Keine Lösungen gegen Abwehr
Die Gäste verteidigten das Spiel der Falken aktiv und aggressiv, wodurch sie den TSV immer wieder ins Zeitspiel drängten und zu schwierigen Abschlüssen zwangen. Auch die Auszeit beim 3:6 (14.) brachte vorerst keine Besserung. Jakub Majirsky konnte sich zwar nun wiederholt auf der halbrechten Position durchsetzen, die Abwehr des TSV fand jedoch keinen Zugriff mehr. Den Heidelbergern gelangen in dieser Phase viele einfache Treffer über den zu passiv agierenden Mittelblock der Birkenauer. Nach dem 6:12 (20.) war es Moritz Knogler, der eine Zeitstrafe und einen Siebenmeter herausholte. Philipp Schmitt verwandelte diesen sicher und leitete damit eine kleine Aufholjagd der Falken ein. In Überzahl kamen die Birkenauer wieder auf drei Tore heran und zwangen die Gäste damit zu einem Time-Out. Mit dem Treffer von Marvin Brock zum 11:14 ging es in die Kabine.
Zu viele Fehler nach dem 13:14
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Hausherren. Aljosa Halilovic und Phillipp Schmitt brachten binnen kürzester Zeit den Anschluss zum 13:14 (33.). In der folgenden Überzahlsituation gelang es dem TSV jedoch nicht, den Ausgleich herzustellen. Erneut leisteten sich die Falken zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. So zogen die Gäste innerhalb von drei Minuten wieder auf 15:19 (42.) davon. Falkentrainer Stefan Pohl versuchte seine Mannschaft in der folgenden Auszeit nochmals einzustellen, doch die Heidelberger spielten ihr Spiel routiniert zu Ende. Immer wieder fand der TSV Wieblingen gute Lösungen über die Kreisläufer und bekam auch in der Abwehr besseren Zugriff. Der zwischenzeitliche Lichtblick war erloschen, Ronny Unger und Tobias May verkürzten in Überzahl nochmals auf 21:24, doch die Wieblinger ließen sich beim 23:27 nicht mehr vom kurzen Aufbäumen der Falken beirren. lk
TSV Birkenau: Samardzic, Patermann, Bonnet; Fuchslocher (1), Vehabovic, May (4), Hofmann (1), Unger (4), Majirksy (5), Jöst, Knogler, Böhm, Brock (1), Halilovic (3), Schmitt (4/4).


